Hallo alle,
für alle, die es noch nicht wissen:
Nach Ende meiner Rehabilitation am 21.05. habe ich mein im Entlassungsbrief verordnetes Trainingsprogramm
Krafttraining zur Verbesserung der intermuskulären Koordination1 und zur Muskelhypertrophie: 2 Einheiten/Woche, 6-8 Muskelgruppen/je 2-3 Sätze.
Ausdauerbewegung, 3-4x wöchentlich, 20-40min, Gesamtwochenpensum 150min, Belastung so wählen dass ‘Etwas anstrengend’ fühlbar, BORG-Skala 12-14 bzw. nach Trainingspuls2.
Konsequente Umsetzung des erarbeiteten Heimübungsprogramms3.
Tabellarische Zusammenfassung:
Art n/w min/n min/w Kraft 2 12-24*2 48-96 Ausdauer 3-4 20-40 60-160
durch ca. 2x wöchentlich ca. 45-60min Fitnessstudio und, nach Abklingen der Peroneusparese, durch ca. 2x wöchentlich ca. 45-60min Trailrunning umgesetzt.
Zusätzlich bin ich ca. 3x wöchentlich mit dem Fahrrad ca. 20min nach Brunn am Gebirge in die Arbeit und ca. 25min zurück nach Hause gefahren.
Später bin ich dann zunächst gemeinsam mit einer Physiotherapeutin ca. jede zweite Woche ca. 60min, später dazwischen dann auch alleine in die Kletterhalle gegangen.
Tabellarische Zusammenfassung:
| Training | Art | n/w | min/n | min/w |
|---|---|---|---|---|
| Fitnesstudio | Kraft | 2 | 45-60 | 90-120 |
| Trailrunning | Ausdauer | 2 | 45-60 | 90-120 |
| Radfahren | Ausdauer | 3 | 55 | 135 |
| Klettern | Kraft | 0,5-1 | 60 | 30-60 |
| SUMME | Kraft | 120-180 | ||
| SUMME | Ausdauer | 225-255 |
Am 23.06. (ein heißer Tag) bin ich ausnahmsweise einmal nach Wien in die Arbeit gefahren und musste mitten auf der ersten Steigung nach ca. 5min für ca. 1min absteigen und schieben, weil ich bei niedrigem Puls (unter 80/min) beschleunigte Atmung hatte, konnte danach dann aber normal weiterfahren.
Am 07.07. (ein schwüler Tag) bin ich in der Früh Trailrunning gegangen, wobei ich bei ich subjektiv ‘Etwas anstrengend’ doch deutlich erhöhten Puls hatte (ca. 10min lang 120-140/min); beim Frühstück danach und an allen nachfolgenden Tagen dauerte es deutlich länger, bis mein Puls beim Niedersetzen von ca. 120/min wieder auf ca. 60/min herunter ging; vermutlich habe ich mich an diesem Tag beim Trailrunning überanstrengt.
Am 10.07. war ich dann bei meinem Kardiologen zur geplanten Kontrolle (wenn ich nicht bereits einen geplanten Termin gehabt hätte, dann hätte ich mir einen dringenden Termin geben lassen oder wäre in die Herzambulanz im AKH gegangen). Er hat Vorhofflattern und dadurch hervorgerufene Rhythmusstörungen diagnostiziert. Am 13.07. in der Herzambulanz im AKH wurde die Diagnose bestätigt, und am 14.07. wurde in der Tagesklinik im AKH eine Elektrokardioversion durchgeführt, wodurch das Vorhofflattern und die Rhythmusstörungen beendet wurden.
Von 10.07. bis 17.07. war ich im Krankenstand, und ab 20.07. gehe ich wieder in die Arbeit.
Leider muss ich sagen, dass mich das Vorhofflattern bei der Fortsetzung meines Trainingsprogramms sehr verunsichert hat; ich traue mich nicht ins Fitnessstudio, nicht Trailrunning, nicht Radfahren und auch nicht in die Kletterhalle aus Angst, dass das Vorhofflattern wieder beginnen könnte, ich spüre häufig Anomalien bei Herzschlag und/oder Atmung (oder ich bilde sie mir ein).
Mein Kardiologe hat mir ein tragbares EKG-Gerät zur Selbstkontrolle empfohlen, das sollte nächste Woche geliefert werden; vielleicht geht es mir damit dann besser, und ich gewinne wieder Vertrauen.
Bis bald, Christian
- Vermutlich ist hier nicht “intermuskuläre Koordination” sondern “intramuskuläre Koordination” gemeint. ↩︎
- Der Trainingspuls wurde mit 105-110/min festgelegt; auf Empfehlung meiner damaligen Physiotherapeutin eingestellter Bereich auf meiner Sportuhr: 100-115/min. ↩︎
- Abgesehen von Übungen zur Aktivierung des Peroneusmuskels wurde leider nichts Konkretes erarbeitet. ↩︎
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