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  • 2026-03-17 Dienstag

    Sie wollen mich Dienstag 18.03.2026 entlassen

    Evelin interveniert bei Prof. Wisser

  • 2026-03-16 Montag

    Prof. Wisser schaut in der Früh kurz bei mir vorbei

  • 2026-03-15 Sonntag

    Ein neuer Zimmernachbar, und

    Am Abend ließ ich mir ein Schlafmittel (Lendorm) geben

    Zunächst: LSD-Trip-artige Halluzinationen ähnlich wie in der Nacht davor, aber: es entstehen nur natürlichere Farben (hauptsächlich gelb, grün und braun), und es entstehen keine Gegenstände sondern im Raum entstehen niedrige Bergrücken mit dazwischenliegenden begehbaren Tälern; auf den Bergrücken bilden sich dann fortschreitend detaillierte miniaturisierte Ortschaften aus, ähnlich wie in einem Spielzeugmuseum

    Später: Andere Halluzinationen, ein echter Horror-Trip, ich hatte Angstzustände (Details mündlich)

  • 2026-03-14 Samstag

    Am Abend dann mein erstes Mal auf der Leibschüssel, ich fühlte den Druck einer halben Tonne auf dem äußerst scharkantigen Gefäß, aber was tut man nicht alles …

    Beim zweiten Mal wusste der Pfleger, dass man das Ding auch um 90° drehen kann, damit es nicht gar so einschneidet; gut, 250 kg schneiden auch schon deutlich weniger ein als eine halbe Tonne.

    In der Nacht LSD-Trip-artige Halluzinationen: zunächst ändern sich Textur, Farbe und Form des Zimmers; danach entstehen zusätzliche Gegenstände, z.B. gestapelte Getränkekartons oder an die Wände geheftete Glaskartons; Menschen: nur einmal Evelin und Monika bei der Weinverkostung

    P.S.
    Laut Waage hatte ich am Samstamorgen nur 86kg nach 79kg vor der Operation, aber Waagen lügen ja bekanntlich immer!

  • 2026-03-13 Freitag

    Man hat mir auf der Intensivstation wieder mein Handy in die Hand gedrückt – ich übernehme wieder …

    … ging dann doch noch nicht so schnell – Evelin hat mich Donnerstag und Freitag auf der Intensivstation besucht; am Donnerstag war ich noch intubiert und eher ein rohes Stück Fleisch mit Haut und Knochen und allen inneren Organen drin als ein Mensch, aber am Freitag wurde ich extubiert und war danach dann schon wieder ansprechbar, wenngleich ich gefühlt noch eine Tonne wog.

    Den Freitag verbrachte ich aus “organisatorischen” Gründen noch auf der Intensivstation, und dann stellte man mich am Abend noch auf Station 20D ab.

    In der Nacht Karussell der Dienstleistern und Lieferanten aus meinen Krankenhaus-NIS-Prüfungen: Siemens, Cerner, CompuGroup, Roche; Siemens, Cerner, CompuGroup, Roche; Siemens, Cerner, CompuGroup, Roche; …

  • 2026-03-12 Donnerstag

    (Lücke)

  • 2026-03-11 Mittwoch = Tag 0

    05:30 Aufstehen, Duschen, Rucksack fertig packen

    06:15 Ich rufe Evelin an

    06:30 Ab jetzt muss ich mit der Abholung zur Operation rechnen; ab dann bin ich rein analog unterwegs, bis man mir auf der Intensivstation wieder mein Handy in die Hand drückt …

    Hr. Prof. Wisser wird nach der Informationen versuchen, Evelin anzurufen; bei Nicht-Erreichen wird er versuchen, Adrian anzurufen. Wer von den beiden zuerst abhebt, erfährt das Ergebnis der Operation, informiert danach die*den andere*n, und danach verständigen beide zusammen dann alle Verwandten, Freunde und Bekannte.

    – Fortsetzung am Sonntag 15.03.2026 –

    Es landet noch schnell ein Hubschrauber, musste aber anscheinend nicht in meinen OP; hat mich, ehrlich gesagt, nicht gestört.

    07:40 (frei nach Bernhard Fiebich) ich bin abgeholt

    Danach das übliche Procedere das ich noch vom Zivildienst kenne; rasiert wurde ich von einer netten Dame, der Anästhesiepfleger dürfte ein Novize gewesen sein, denn er hat beim arteriellen Katheter durch die Arterie durchgestochen, der Anästhesist hat ihm dann geholfen und ihm den Ultraschall gehalten, dann hat er es korrigiert; hat aber nicht weh getan, en blauer Fleck mehr … Der Anästhesist hat dann gemeint, er schüttet mir jetzt einmal zwei Achtel Wein rein; ich wollte noch auf Bier oder Schnaps, aber er hatte nur Wein, danach weiß ich nichts mehr.

    Irgendwann (ich glaub noch im OP) hat mich der Anästhesist dann mit einem grünen Quetschbeutel mit vormals rotem Inhalt in der Hand gefragt, ob mit meinen Thrombozyten alles in Ordnung ist, weil sie mir eine ordentliche Ladung reinpumpen mussten, damit ich zu bluten aufhöre; ich hab nur kurz auf meinen Befund der Blutgerinnungsambulanz des AKH verwiesen aber dezent für mich behalten, dass mich (als einfach denkenden Physiker) das überhaupt nicht gewundert hat.

    Prof. Wisser ist dann später (im Aufwachraum oder in der Intensivstation) zu mir gekommen und hat mir gesagt, dass er beide Klappen erfolgreich rekonstruieren konnte, dass aber irgendetwas bla bla bla (habe ich vergessen) nicht nach Plan gelaufen ist.

    Oberarzt Dr. Haberl von der Herzchirurgie ist dann noch später auf der Intensivstation zu mir gekommen und hat mir gesagt, dass ich auf Herzschrittmacher laufe, dass das aber nicht so bleiben muss.

    Man hat mir auf der Intensivstation wieder mein Handy in die Hand gedrückt – ich übernehme wieder …

  • 2026-03-10 Dienstag

    Voraussichtlich letzter Tag vor der Operation

    Am Vormittag wurde mir Ausgang versprochen, zu Mittag möchte ich mich mit Evelin treffen; mal sehen, ab wann ich raus darf und wann ich wieder zurück sein muss

    Am Abend kommen mich Evelin und Joseph besuchen

    07:00 Die beste Idee des Tages: ich hab mir einen Doppio vom Starbucks geholt

    07:05 Anruf von Bernhard (er fliegt gerade nach Frankfurt auf eine Messe)

    10:45 Anruf von Giulia (sie lüftet gerade Rosalie auf dem Weg zum Spar)

    11:30 Anruf von Adrian (einfach so)

    14:15 Anruf an Livia (einfach so)

    16:00 Anruf von Matthias (Ende des Banktages)

    17:00 Anruf von Johanna

    19:45 Anruf an Viola (einfach so)

    20:45 Anruf an Zoli (aller-aller-aller-letzte medizinische Ratschläge)


    Diverse Nachrichten über SMS, WhatsApp und Signal habe ich nicht aufgelistet, das würde den Rahmen sprengen

  • 2026-03-09 Montag

    Voraussichtlich werde ich heute operiert werden.

    Voraussichtlich werde ich heute nicht operiert werden, aber “es kann sich alles noch ändern”.

    Ich werde heute sicher nicht operiert werden, denn ich bekomme ein Frühstück.

    Hoffentlich bekomme ich tagsüber auch noch Ausgang.

    Ich treffe mich fix mit Adrian (drinnen oder draußen, je nach Ausgang).

    09:15 Sie erstellen jetzt das OP-Vorprogramm für morgen; dementsprechend bekomme ich heute Ausgang oder nicht

    Der Herr im Nachbarzimmer mit dem Keim wurde entlassen, ich darf jetzt wieder “mein” WC und “meine” Dusche verwenden

    10:30 Ich stehe für morgen auf dem OP-Vorprogramm, also heute vorläufig einmal kein Ausgang

    11:30 Signal-Call mit Adrian (Adrian ist nicht ganz gesund, und ich bekomme heute keinen Ausgang)

    14:15-15:00 Gespräch mit Hr. Dr. Moritz MUCKENHUBER (morgiger Assistenzarzt von Prof. Wisser): auf meinem CT fehlen die Herzkranzgefäße, d.h. entweder heute noch ein zweites CT oder noch ein Herzkatheter oder Verschiebung

    15:30 Gespräch mit Prof. Wisser und Dr. Muckenhuber: es ist heute ein Videoturm ausgefallen und der zweite wird morgen von der Kinderchirurgie dringender benötigt, d.h. heute noch zweites CT oder Herzkatheter und morgen Vormittag Ausgang; Operation daher erst am Mittwoch

  • 2026-03-08 Selbsterkenntnis 1.1

    • Ich mag nicht: Edamer-Käse (SoA)